Ihr seid gewarnt, wer Ohren hat der höre und wer Augen hat der sehe, ... / Im Aufbau

Bariona

Blockade Kölns, 1995

Ab dem 14. August ist Köln zu. Warum und wieso, weiß ich nicht. Die, die drin sind kommen nicht mehr raus und die, die draußen sind kommen nicht mehr rein. Ein in Köln lebender Bekannter flüchtet. Er verfrachtet seine kleine Tochter in größter Eile in den Kindersitz seines Autos. Dabei verliert das Kind einen Schuh. Ein Stimme spricht zu ihm: ‚Laß den Schuh liegen, beeile dich, sonst ist es zu spät!‘ Der Bekannte fährt rasant davon, der Schuh bleibt auf der Straße liegen.“

 

Umherziehende Fremde, 1998

„Ich bin mit dem Auto unterwegs Richtung Traunstein. Ich sehe, daß da Fremde kommen, querfeldein, über die bis zum Straßenrand kurzgemähten Wiesen. Sie kommen gruppenweise aus östlicher Richtung (Salzburg) und ziehen weiter nach Westen. Es sind türkisch aussehende Frauen und Kinder, nur mit Plastiktüten in der Hand oder mit kleineren Taschen um ihre Schultern. Manche sehen auch aus wie Zigeuner. Nur ein älterer, hagerer Mann ist unter ihnen. Sie haben Hunger. Sie betteln und bitten um Arbeit.“

 

Der Himmelskörper, 1999

„Ich sehe einen riesigen Himmelskörper bei hellem Sonnenschein am wolkenlosen blauen Himmel. Er steht von meinem Standort im Garten über mir, in leicht südlicher Richtung. Der ist einfach ganz scheußlich anzuschauen! Er macht mir Angst! Wohl auch deshalb, weil er sicher drei oder viermal so groß ist wie die Sonne zur Mittagszeit!
Von der Gestalt her ist er nicht so gleichmäßig rund wie Sonne oder Mond, mehr wie ein Felsbrocken. Die Oberfläche besteht aus Noppen und Löchern, die mit so Art Stalagmiten überzogen sind. In der Farbe ist er beige/grau.
Aus dem Stand der Vegetation zu schließen könnte es spätes Frühjahr oder Frühsommer sein.“

 

Überflutung in Ligurien, 2004

„Von der Dachterrasse eines Ferienhauses nördlich von Diano Marina, Ligurien, kann man aus weiter Entfernung das Meer sehen. Das Haus liegt schon in den Bergen und so hat man von oben her einen guten Blick auf den vor dem Meer gelegenen Hügel von Diano Castello (135 Meter). Auf der Dachterrasse stehend und sinnierend hatte ich folgende Schauungen:
Diano Castello betrachtend bemerke ich, daß der Meeresspiegel auf einmal viel höher liegt. Das Meer bedeckt jetzt gut die Hälfte bis zwei Drittel des kleinen Berges. Die ganz oben gelegene Kirche und die rundherum liegenden Häuser sehen aus der Entfernung so wie immer aus. Dazu höre ich eine Stimme sagen: ‚Und Diano Castello wird eine Insel werden.‘
Zwei Tage später, ebenfalls auf der Dachterrasse verweilend, sehe ich den im Talkessel gelegenen kleinen Ort Diano San Pietro (etwa auf 80 Meter). Den kann man von meinem Standort aus normalerweise nicht sehen. Dort gibt es eine Brücke über den gleichnamigen Fluß San Pietro, der meistens ausgetrocknet ist. Jetzt ist das Flußbett mit Meereswasser gefüllt. Es streckt sich bis zur Brücke. Ich kann die Brandung deutlich erkennen.
Tags darauf, wieder auf der Terrasse, sehe ich dann nochmals Diano San Pietro. Der Meeresspiegel ist wohl ein wenig zurückgegangen. Das Flußbett ist an der Stelle, wo ich mich jetzt befinde, sehr breit. Nur ein paar tiefer gelegene Häuser stehen teilweise unter Wasser. Zwei von den aus Steinen gebauten Häusern sind teilweise eingestürzt. An einem arbeiten zwei Männer. Sie bringen Schutt und Steine mit einem Schubkarren weg. Die anderen Häuser schauen weitgehend intakt aus.
Das Meer hat eine Wasserleiche heran geschwemmt. Sie treibt neben einer Menge Unrat, wie Holzbalken, Plastikkanister und Müll im seichten Gewässer mit dem Kopf nach unten. Es ist ein großer Mann, gekleidet mit Jeans, Turnschuhen und einem langärmeligen schwarzen Hemd.
Die Leiche wird von ein paar Italienern, die orangefarbene Pannenwesten über ihrer normalen Kleidung tragen, herausgefischt und mit einer Bahre weggetragen. Es gibt keine Aufregung wegen der Wasserleiche. Dieser Hilfstrupp hat wohl auch keine andere Aufgabe.
Die Jahreszeit ist schwer einzuschätzen: Die umliegenden Olivenbäume tragen das ganze Jahr über ihre silbergrünen Blätter. Es könnte ein kühler Sommer- oder ein Herbsttag sein.
Die Männer des Hilfstrupps schauen gut genährt aus und tragen saubere Kleidung. Möglicherweise gibt es aber in dieser Zeit Treibstoffmangel: Man hätte sonst die Leiche und den Schutt vermutlich mit Kraftfahrzeugen weggebracht!“

 

Akustische Mitteilung von 2005

„Ich höre zwischendurch so alles Mögliche, vieles stimmt, anderes wieder nicht. Das Folgende war aber so klar und deutlich wie selten zuvor und auch bis heute in gleichbleibender Art immer wiederkehrend, daß ich dem persönlich große Bedeutung beimesse:
Seit Winter 2005/2006 wird mir gesagt, daß wir demnächst in einem Mai mit einem gigantischen Börsencrash und einer daraus resultierenden Inflation und Weltwirtschaftskrise zu rechnen hätten. Der große Krieg kommt dann im Jahr darauf im August.
Nicht minder deutlich höre ich seit dieser Zeit den Satz: Wenn die Pfingstrosen blühen geht’s rund!‘“

 

Brand von Paris, 2005

„Damals, als nach den mehr als undiplomatischen Äußerungen Sarkozys die Bilder der brennenden Autos von Paris durch die Nachrichten gingen, verfolgte ich das Geschehen mit wachem Interesse. Irgendwann schob sich, während ich diese Filmausschnitte im Fernsehen sah, ein anderes Bild/Film darüber. Diese darüber geschobenen Bilder traten dann regelmäßig beim Sehen der Krawallszenen auf, aber auch sonst in dieser Zeit.
Es war immer das gleiche Szenario: Es ist Nacht. Ich befinde mich an einem erhöhten Ort, irgendwo über den Dächern von Paris. Ich sehe den Eiffelturm in einiger Entfernung. Alles brennt – wirklich alles! Überhaushohe Flammen – Feuer wohin man sehen kann! Man sieht keine Gebäude mehr, keine Bäume, nur noch der Eiffelturm ragt aus dem Flammenmeer. Der Eiffelturm, vom Feuer gut erleuchtet, ist bis über die Hälfte, ja fast bis zu zwei Drittel, völlig schwarz – vom Ruß.“

 

Vision über einen Siebzehnten, 2007

„Eine Stimme sagt mir, daß es an einem 17. sein wird. Dann sehe ich irgendwelche Leute in einem Wohnzimmer, die den Fernseher ausschalten, indem zuvor gerade Nachrichten gesendet wurden.
Was da gesendet wurde, weiß ich leider nicht. – Aber ich sehe die Gesichter und die Reaktionen dieser Menschen. Ich weiß gar nicht ob ich das mit Worten überhaupt beschreiben kann: Die sind sprachlos, fassungslos, zitterten beim Abschalten ihres TV-Gerätes…
Da muß etwas Furchtbares passiert sein! – Also mindestens in der Größenordnung der damaligen Tsunamiwelle – eher noch schlimmer.“

 

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